EINLADUNG ZUR AUSSTELLUNGSERöFFNUNG IM ÖKUMENISCHEN GEDENKZENTRUM PLöTZENSEE

Werner und Hans-Bernd von Haeften und der Widerstand des 20. Juli 1944

Donnerstag, 24. September, 18:30 Uhr, Ökumenisches Gedenkzentrum Plötzensee "Christen und Widerstand"

Werner und Hans-Bernd von Haeften gehörten zu den zentralen Akteuren des Widerstands vom 20. Juli 1944. Die Brüder wandten sich früh gegen das nationalsozialistische Regime und wurden nach dem missglückten Staatsstreich ermordet. Werner von Haeften war Ordonnanzoffizier Stauffenbergs und maßgeblich an den Planungen des Attentats beteiligt. Hans Bernd von Haeften war einer der wenigen Diplomaten im Auswärtigen Amt, die in die Opposition gingen. Als Mitglied des Kreisauer Kreises verfasste er Denkschriften und sorgte für deren Verbreitung im Ausland. Die Brüder Haeften engagierten sich auch in der Bekennenden Kirche. Sie waren mit Dietrich Bonhoeffer und Martin Niemöller befreundet. Die Ausstellung gibt einen Einblick in das Leben der Brüder, in ihren Widerstand gegen den Nationalsozialismus und widmet sich dem Umgang mit der Erinnerung.

Eine Ausstellung von Kuratorin Dr. Rieke C. Harmsen in Kooperation mit der Stiftung 20. Juli 1944, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

 

Ablauf der Ausstellungseröffnung:

18.30 Uhr: Ökumenisches Friedensgebet in der Katholischen Gedenkkirche Maria Regina Martyrum (Heckerdamm 232, 13627 Berlin).

19.30 Uhr: Eröffnung der Ausstellung in der benachbarten Ev. Gedenkkirche mit anschließendem Umtrunk und Gelegenheit zur Besichtigung der Ausstellung

  • Begrüßung durch Pfarrer Michael Maillard
  • Grußwort von Kuratorin Dr. Rieke C. Harmsen
  • Lesung: „Nichts Schriftliches von Politik“ – aus dem Lebensbericht von Barbara von Haeften, u.a. mit Dr. Claudia Fröhlich und Dr. Stefan Koch

Barbara von Haeften verfasste in den 1990er Jahren einen Bericht über ihr Leben mit Hans-Bernd von Haeften. Sie schreibt über ihr Leben in Berlin, die Freundschaft der Familie zu Martin Niemöller und den christlichen Glauben als Fundament der Opposition gegen das NS-Regime. Sie berichtet über die Pläne ihres Mannes für ein Deutschland „nach Hitler“. Wir hören Passagen aus dem Bericht.

Die Ausstellung kann ab dem 24. September 2026, montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr sowie donnerstags von 16 bis 18 Uhr in der Ev. Gedenkkirche Plötzensee (Heckerdamm 226) besichtigt werden.

 

Die Veranstaltung findet im Rahmen der „Plötzenseer Abende“ des Ökumenischen Gedenkzentrums Plötzensee statt.

Die Gedenkkirche Plötzensee im Ev. Gemeindezentrum Plötzensee erinnert gemeinsam mit der direkt benachbarten Kath. Gedenkkirche Maria Regina Martyrum an die fast 3.000 Menschen, die zwischen 1933 und 1945 in der nahegelegenen NS-Hinrichtungsstätte Plötzensee (heute Gedenkstätte) ermordet wurden. Der Kirchsaal ist überregional bekannt durch den „Plötzenseer Totentanz“ des Wiener Künstlers Alfred Hrdlicka. Auf 16 Tafeln greift Hrdlicka das Motiv der mittelalterlichen Totentänze auf und verweist damit auf die heutige Bedrohung der Menschen und Völker durch Gewalt, Macht und Willkür. Im Gemeindezentrum Plötzensee ist das „Ökumenische Gedenkzentrum Plötzensee ‚Christen und Widerstand‘“ angesiedelt.

Zu der Veranstaltung lädt das Martin-Niemöller-Haus der Ev. Kirchengemeinde Berlin-Dahlem herzlich ein.