LESUNG ZUM TODESTAG VON FRIEDRICH JUSTUS PERELS MIT CLAUDIA FRöHLICH, SONJA BEGALKE UND KARA HUBER

Jurist und Christ im Widerstand gegen NS-Unrecht

Mittwoch, 22. April, 19:00 Uhr, Perels-Haus Kloster Lindow

Friedrich Justus Perels ist seit seiner Jugend mit der Evangelischen Kirche verbunden. Ab 1933 arbeitet er als Rechtsberater des Pfarrernotbundes und der Bekennenden Kirche. Bei einer drohenden Verhaftung Martin Niemöllers verbringt Perels Tage und Nächte bei ihm im Pfarrhaus, um ihn zu unterstützen. Ab 1940 hat Perels Kontakt zum Widerstandskreis im Amt Ausland/Abwehr. Perels betrachtet die Deportationen von Jüdinnen und Juden als Verbrechen und bereitet die Rettungsaktion „Unternehmen Sieben“ mit vor. Nach dem gescheiterten Staatsstreich vom 20. Juli 1944 nimmt die Gestapo ihn fest. Er wird zum Tode verurteilt und in der Nacht zum 23. April 1945 von einem Sonderkommando des Reichssicherheitshauptamtes erschossen.

Claudia Fröhlich erinnert an Friedrich Justus Perels Weg vom Rechtskampf in der Bekennenden Kirche in den politischen Widerstand. Sonja Begalke und Kara Huber lesen Texte, die Perels im Widerstand schrieb.

 

Sie haben Gelegenheit die Dauerausstellung über Friedrich Justus Perels im Kloster zu besichtigen:

„Andere fallen im Kampf für dieses System, besser ist, man fällt im Kampf gegen dieses System.“

Friedrich Justus Perels 13. November 1910 – 23. April 1945

Eine Ausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand im Kloster Lindow.

 

Foto: Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Zu der Veranstaltung lädt das Martin-Niemöller-Haus der Ev. Kirchengemeinde Berlin-Dahlem herzlich ein.