AUSSTELLUNGSERöFFNUNG
Verdrängte Geschichten: Polnische und sowjetische Zwangsarbeiterinnen in privaten Haushalten
Montag, 30. März, 17:00 Uhr, Martin-Niemöller-Haus
Die Studierendenausstellung „Verdrängte Geschichten: Polnische und sowjetische Zwangsarbeiterinnen in privaten Haushalten“ zeigt eine oft vergessene Seite der NS-Geschichte. Während des Nationalsozialismus fand Zwangsarbeit nicht nur in Konzentrationslagern, großen Fabriken oder in der Landwirtschaft statt, sondern auch in den Haushalten deutscher Familien. Die Zwangsarbeiterinnen waren häufig junge Frauen aus Polen und der Sowjetunion, die zwangsweise nach Deutschland oder Österreich gebracht wurden. Auch im heutigen Bezirk Steglitz-Zehlendorf waren Zwangsarbeiterinnen als Dienst- und Kindermädchen tätig, etwa die 28-jährige Sinaida B., deren Geschichte in der Ausstellung erzählt wird.
Die Biografien von Sinaida B. und drei weiteren Frauen informieren in der Ausstellung über die Geschichte von Zwangsarbeiterinnen in privaten Haushalten. Wer waren die jungen Frauen, unter welchen Bedingungen mussten sie Zwangsarbeit leisten und wie ging ihr Leben nach der Befreiung im Jahr 1945 weiter?
Die Ausstellung basiert auf Interviews mit den Frauen, zu sehen sind private Fotografien und Archivdokumente.
Die Ausstellung wurde von Studentinnen im Rahmen des Förderprojekts „DeinHistoryLab“ der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ konzipiert und kuratiert.