Zu der Veranstaltung lädt das Martin-Niemöller-Haus der Ev. Kirchengemeinde Berlin-Dahlem herzlich ein.
Rosenstraße – wo Frauen widerstanden, Berlin 1943
- Datum: –
- Ort: Martin-Niemöller-Haus
Im Frühjahr 1943 protestierten 10 Tage lang Frauen mitten in Berlin und verlangten die Freilassung ihrer Männer und Kinder. Es war die erste und einzige öffentliche Protestaktion von nichtjüdischen Frauen und Müttern gegen die Deportation ihrer jüdischen Ehepartner und Kinder, die bei der sogenannten Fabrikaktion im Februar 1943 verhaftet und in ein Verwaltungsgebäude in der Rosenstraße gebracht wurden. Tatsächlich wurden die 2000 Inhaftierten nach und nach freigelassen.
In dem Film „Rosenstraße – wo Frauen widerstanden, Berlin 1943“ (1992) von Daniela Schmidt-Langels berichten ZeitzeugInnen – ehemalige Inhaftierte und Protestierende – eindringlich von diesen Geschehnissen in der Rosenstraße. Auch die Bildhauerin Ingeborg Hunzinger (1915 – 2009), selbst Tochter einer „Mischehe“, ist Protagonistin im Film. Sie schuf ein Denkmal für die mutigen Frauen in der Rosenstraße.
Auf Grundlage des Dokumentarfilms von Daniela Schmidt-Langels realisierte Margarethe von Trotta ihren Kinofilm „Rosenstraße“ (2003).
Nach dem Film sprechen wir mit der Regisseurin Daniela Schmidt-Langels über ihren Dokumentarfilm und die Bedeutung von Filmen für die Erinnerung an den Widerstand von Frauen gegen die Verfolgung von Juden.
Daniela Schmidt-Langels arbeitet als Journalistin und Dokumentarfilmerin für ZDF, ARD, ARTE und 3sat. Sie realisiert Radio-Features für WDR, SWR, Deutschlandfunk und Deutschlandradio Berlin
Foto Denkmal: Wikimedia Commons („Eisenacher~commonswiki“), unverändert
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